1 Mezijind

Dissertationsdatenbank Innsbruck

diss.html - diss.html

Dissertationen und Habilitationen

Angeführt sind die derzeit am Institut betreuten Dissertationen bzw. Habilitationen, bzw. vor kurzem abgeschlossene Arbeiten. Vergleiche dazu auch den Forschungskatalog der Uni Innsbruck.


Inhalt:

1. Katechetik, Religionspädagogik und Religionsdidaktik

1. Abgeschlossene Forschungsvohaben
1.1. Habilitationen
1.2. Dissertationen

2. Aktuelle Forschungsvorhaben
2.1. Habilitationen
2.2. Dissertationen

2. Pastoraltheologie

2.1. Abgeschlossene Dissertationen
2.2. Aktuelle Forschungsvorhaben

3. Kirchenrecht

3.1. Abgeschlossene Dissertationen
3.2. Aktuelle Forschungsvorhaben


Katechetik, Religionspädagogik und Religionsdidaktik

1. Abgeschlossene Forschungsvorhaben
1.1. Habilitationen

Qualität und Qualitätsentwicklung theologischer Studiengänge. Evaluierungsprozesse im Kontext kirchlicher und universitärer Anforderungen aus praktisch-theologischer Perspektive.
Dr. Wolfgang Weirer

Die Habilitationsschrift geht von den gegenwärtigen Umbrüchen an den Universitäten (in Österreich speziell bedingt durch eine schnelle Ablöse von Universitätsgesetzen) und von deren Auswirkungen auf die Curriculumsentwicklung theologischer Studiengänge aus. Auf dem Hintergrund der Qualitätsdebatte im Bildungswesen insgesamt und den steigenden Anforderungen nach Evaluierungskriterien für theologische Studiengänge im besonderen, fokussiert Weirer die Frage nach Qualitätskriterien für theologische Studiengänge in der Wechselwirkung von kirchlichen und universitären Herausforderungen.

Mit der Thematik greift er als Religionspädagoge ein Anliegen auf, das zunächst nicht zu den zentralen Forschungsfragen des Faches zu zählen scheint. Bedenkt man aber die Zuständigkeit der Katechetik/Religionspädagogik für die Hochschuldidaktik, dann wird die religionspädagogische Relevanz der Arbeit einsichtig.

Kirchlich/gesellschaftlich zeigt sich die Bedeutung der Studie angesichts wachsender Differenzen zwischen einem sich zunehmend ökonomisierenden universitären Wissenschaftsbetrieb und dem Selbstverständnis von Theologie in der Frage nach der generellen hochschuldidaktischen Handlungsfähigkeit auf dem Hintergrund diskursfähiger Kriterien. Die Spannungen zwischen universitärem Anspruch und theologischem Selbstverständnis werden in einem "Verständnis des Theologiestudiums als Bildungshandeln der Kirche am konkreten Ort Universität", wie es Weirers Arbeit zugrunde liegt, besonders deutlich.

Die Habilitationsschrift liegt inzwischen veröffentlicht vor: Weirer, Wolfgang, Qualität und Qualitätsentwicklung theologischer Studiengänge. Evaluierungsprozesse im Kontext kirchlicher und universitärer Anforderungen aus praktisch-theologischer Perspektive, 408 S., 29.90 EUR, br., LIT-Verlag Münster, ISBN 3-8258-7267-x Reihe: Kommunikative Theologie - interdisziplinär / Communicative Theology - Interdisciplinary Studies, Bd. 2, hg. von B. Hinze, B. J. Hilberath, Ma. Scharer.

DDr. Ulrike Greiner, Linz:

1.2. Dissertationen

Monika Prettenthaler: Ökumene-Lernen im Religionsunterricht. Anspruch ohne Resonanz?
Innsbruck - Graz 2002, geb., 240 Seiten (davon 18 Seiten Anhang).

Katholischer Religionsunterricht ist von der ökumenischen Dimension herausgefordert. Ist es möglich den Anliegen der eigenen Kirche und denen der anderen christlichen Kirchen, den Bedürfnissen der SchülerInnen und ReligionslehrerInnen und den Notwendigkeiten der ökumenischen Situation in Österreich gerecht zu werden? Kann der katholische Religionsunterricht mit seinem Engagement für die Ökumene am Sichtbarwerden der Einheit der einen Kirche Christi um der Glaubwürdigkeit aller Christen willen mitarbeiten und so dazu beitragen, dass Ökumene immer präsent ist?

Die Untersuchung gliedert sich in zwei große Teile: Im ersten Teil werden sowohl die Ansprüche des Ökumene-Lernens ‚von oben', also aus zentralen kirchlichen Dokumenten, als auch ‚von unten', also von den SchülerInnen, der Schule und dem gesamten ökumenischen Kontext her dargestellt. Im zweiten Teil wird eine ökumenisch und religionspädagogisch verortete Differenzhermeneutik versucht. Es wird begründet warum und wie die Ansprüche der geschichtlichen Glaubenszeugnisse mit den Ansprüchen aus dem konkreten Religionsunterricht wechselseitig in Beziehung gesetzt werden. IM Ökumene-Begriff zeigen sich zwei Grundverständnisse von Ökumene: Ökumene als das Streben nach der weltweiten Einheit der Christen und Ökumene der einen Menschheit und einen Welt.

Der zweite und kürzere Teil der Arbeit widmet sich der Theorie und Praxis einer Differenzhermeneutik, die zwischen den Ansprüchen ‚von oben' und denen ‚von unten' als Beziehungsverhältnis von Eigenem und Anderem/Fremdem kritisch vermitteln soll. Dabei rezipiert die Autorin Verständnismodi der Beziehung zwischen Eigenem und Fremdem in Anlehnung an O. Schäffter (1999). Dieser begründet vier Weisen des Umgangs mit dem Fremden, die u.a. auch in die Ethnologie und in andere Kulturwissenschaften Eingang gefunden haben:

  • das Verstehen durch Einordnung,
  • das Verstehen durch Abgrenzung,
  • das Verstehen durch Aneignung und schließlich
  • das Verstehen durch Anerkennung.

Auf diese Weise findet M. Prettenthaler 4 Perspektiven des Ökumene-Lernens auf der Inhaltesebene:

  • Lernen über die anderen durch Einordnung
  • Lernen über die anderen durch Abgrenzung
  • Lernen über die anderen durch Aneignung
  • Lernen über die anderen als Anerkennung

Neben dem Inhaltslernen gibt es für M. Prettenthaler auch das "Ökumene-Lernen als Beziehungslernen". Dabei rückt die Frage der (konfessionellen) Identität in das Zentrum des Interesses. Auf dem Hintergrund der (post-)modernen Indentitätsdebatte, die eine "mehrdimensionale multiple Identität" annimmt, ergeben sich neue Möglichkeiten in Richtung einer konfessionellen Identitätsfindung als "Beheimatung und Begegnung". Damit wird die Frage nach "(konfessioneller) Identität oder Identifikation" insbesondere im ökumenischen Dialog in neuer Weise virulent. In Rückgriff auf das Dialogkonzept von B. Asbrand, in dem das Individuum auf das Fremde angewiesen ist, um die eigene Identität zu finden, gleichzeitig aber normativer Orientierung bedarf, wird der Bezug zu einer "existentiellen" Hierarchie der Wahrheiten (K. Rahner) hergestellt und ein qualitatives Identitätsverständnis postuliert. In einem weiteren Schritt wird das beziehungsorientierte Ökumene-Lernen auf die Problematik der kirchlichen Majorität-Monoritäten-Problematik hin weitergeführt. Schließlich werden in einem nochmaligen Exkurs in Auseinandersetzung mit dem "Ökumenischen Lernen" (Arbeitshilfe EKD) Übereinstimmungen und Unterschiede mit dem von der Autorin favorisierten Ökumene-Lernen sichtbar. Abschließend formuliert die Autorin - statt eines zusammenfassenden Resümees - "Thesen für ein Ökumene-Lernen im Religionsunterricht in Österreich". Dabei kommen folgende Dimensionen zur Sprache:

  • Ökumene-Lernen ist eine existenzielle Verpflichtung aus dem Evangelium.
  • Ökumene-Lernen ist vielfältiges Lernen und muss sich an den konkreten Bedingungen orientieren.
  • Ökumene-Lernen will identitätsförderndes Lernen sein.
  • Ökumene-Lernen ist dialogorientiertes Lernen.
  • Ökumene-Lernen ist schließlich auch korrelatives Lernen, weil es ein Lernen in Beziehungen ist.
  • Ökumene-Lernen im Religionsunterricht kann nur gelingen, wenn es als Inhalts- und Beziehungslernen den SchülerInnen die Gelegenheit gibt, über andere, mit und von anderen zu lernen.

Ein Anhang zum ökumenischen Lernen bzw. zum Thema Ökumene in den unterschiedlichen Lehrplänen der Kirchen, ein Abkürzungsverzeichnis und ein ausführliches Literaturverzeichnis (216 - 240) und der Lebenslauf schließen die Arbeit ab.

Jadranka Mrcela:Ist das eucharistische Geheimnis lebensrelevant? Grundlagen einer Eucharistiekatechese im ekklesiologischen Kontext Kroatiens.
Innsbruck, Februar 2002 (259 Seiten und 42 Seiten Anhang).

Die Arbeit begründet die Eucharistiekatechese als Elternkatechese im religiösen Kontext Kroatiens. Eucharistie wird als Mitte kirchlichen Handelns, als Zentrum der Katechese und als theologische Perspektive zur Wahrnehmung der Alltagskommunikation in der Familie verstanden.

Der erste Teil der Arbeit ist den Grundlagen der Familienkatechese - als eine solche wird die Eucharistiekatechese gesehen - gewidmet. J. Mrcela geht zunächst vom Katecheseverständnis der postkonziliaren katechetischen Dokumente (Evangelii nuntiandi, Catechesi tradendae, Allgemeines katechetisches Direktorium und Radosno navještanje evandelja i odgoj u vjeri) aus. Während Katechese im engeren Sinn die Weitergabe von Glaubenswissen meint, wird Katechese im weiteren Sinn als kommunikativer Vorgang der Vermittlung und Bezeugung christlicher Lebenshaltung und Glaubensdeutung beschrieben. In ihrer christo-zentrischen Ausrichtung geht es der Katechese um die Begegnung mit Jesus Christus speziell auch in der Feier der Mysterien. Die Autorin sieht die Neuorientierung der Katechese in Kroatien in der Erneuerung der Gemeinden, welche eine ‚familiäre Kirchlichkeit' in der Gemeinde zum Ziel hat, und als solche ihre Vollständigkeit im Sonntagsgottesdienst erhält.

Der zweite Teil besteht in einer quantitativen und qualitativen Untersuchung zur sozio-religiösen Situation in Kroatien. Gleichzeitig behandelt das Kapitel auch eine eigene kroatische Studie zu Glaube und Moral im kroatischen Volk. Es zeigt sich, dass die eucharistische Erziehung Aufgabe der Eltern sein sollte, ein großer Teil der Eltern aber ohne enge Kirchenbindung ist. Die Gemeindekatechese dient nicht in erster Linie der Beziehung zur Gemeinde sondern dem Leben der Familie. Zwischen Gemeindekatechese und Religionsunterricht besteht eine ergänzende aber nicht gleichwertige Rolle für die religiöse Erziehung. Das aktuelle Gemeindeleben ist Ausgangspunkt und Voraussetzung der Elternkatechese. Die Zusammenarbeit mit den Laien in der Gemeinde steckt in den Kinderschuhen. Eine theologisch-kriteriologische Auseinandersetzung mit den wichtigsten Untersuchungsergebnissen aus katechetischer Perspektive wird im dritten Teil der Arbeit weitergeführt. Die markantesten Ergebnisse des Vergleichs bestehen darin, dass es eine signifikant hohe Wertschätzung des Glaubens, des Sakramentenempfanges und speziell der Eucharistie in Kroatien gibt, die aber keineswegs mit der tatsächlichen religiösen Praxis übereinstimmt. Es gibt offenbar mehr "Traditionalisten" als praktizierende KatholikInnen. In der Zeit des Kommunismus stellte die katholische Kirche die einzige weltanschauliche Alternative zum Sozialismus dar. Die gesellschaftliche Verankerung der Kirche ist auch in Kroatien zurückgegangen. Phänomene der Pluralisierung, Individualisierung, Differenzierung und Säkularisierung sind deutlich zu spüren. In Folge der Privatisierungstendenz wird die Rolle der Eltern für die Religiosität der Kinder immer wichtiger. Das entstandene weltanschauliche Vakuum in der Gesellschaft wird durch quasi religiöse Formen wie Esoterik gefüllt. Die Basis für das kirchliche Engagement der Eltern ist die Gemeinde. Es besteht der Bedarf nach einer umfassenden Familienkatechese während der Erstkommunionvorbereitung der Kinder. Eine besondere Spannung ergibt sich im Hinblick auf die Praxis der Eucharistiekatechese im Zusammenhang mit der Gemeindeleitung.

Im vierten Teil der Arbeit verortet J. Mrcela die Eucharistiekatechese im ekklesiologischen Kontext. Sie greift dabei die Hypothesen der Ergebnisse der sozio-religiösen Untersuchung auf und setzt sich auf der Basis der theologisch-katechetischen Kriteriologie mit der Perspektive einer eigenständigen (praktischen) Theologie der Eucharistiekatechese in Kroatien auseinander. Dazu wählt die Autorin zunächst eine fundamentaltheologische Perspektive. Christliches Glauben wird insbesondere in seiner unentschränkbaren Zusammengehörigkeit von fides quae und fides qua creditur begründet. Das Phänomen distanzierter Kirchlichkeit wird als "Schicksalskreuz" der Kirche ekklesiologisch diskutiert. Zentral für die fundamentaltheologische Perspektive wird das Kirchenverständnis der Communio-Ekklesiologie und ihrer unterschiedlichen Deutungen. Die zweite Perspektive, unter der die Autorin die empirische Diagnose diskutiert, ist eine praktisch-theologische. Dabei geht es zunächst um Überlegungen zur Gemeindeleitung, eine Problematik, die sich in der empirischen Untersuchung als besonders relevant erwiesen hat. In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Frage von Führung und Leitung erörtert. Die Autorin unterscheidet zwischen dem Leiten der Gemeinde und dem Leiten in der Gemeinde und bringt die Communio-Ekklesiologie mit praktisch-theologischen Folgerungen für die Gemeindeleitung zusammen. Sie begründet eine communiale und kommunikative Gemeindeleitung, die bestimmte sozial-ethische Prinzipien, wie das Personalitätsprinzip, das Subsidiaritätsprinzip, das Solidaritätsprinzip und das Gemeinwohlprinzip realisiert. Es geht der Autorin um die Einführung in eine eucharistische Spiritualtiät, um das liturgische Anliegen der Eucharistiekatechese, um den gemeinschaftlichen Charakter der Eucharistiekatechese und um deren diakonische Dimension.

Elmar Fiechter-Alber: Welche Ethik in der Schule?  : Hermeneutische Grundlagen ethischen Lehrens und Lernens aus Anlass des Schulversuches "Ethik" in Österreich.
Dissertation, Innsbruck, 2001.- 289 Seiten und Anhang (ca. 40 Seiten).

Mit der versuchsweisen Einführung des Ethikunterrichtes an österreichischen Schulen wurde die Krise der öffentlichen, sittlichen, religiösen und sozialen Erziehung in der Schule sichtbar. Angesichts einer Entkonfessionalisierung ethischer Erziehung innerhalb einer pluralen Gesellschaft stellt sich die Frage, worin ethische Bildung grundgelegt sein könnte. Wenn schon der liberale Staat als Träger öffentlicher Erziehung nicht in dem Maße auf ein dichtes ethisches Bezugssystem zurückgreifen kann, wie es Religionsgemeinschaften als inhaltliche Träger des konfessionellen Religionsunterrichtes zugesprochen wird, so verschärft sich die Frage angesichts der multikonfessionellen und multikulturellen Situation in den einzelnen Schulen und Schulklassen. Muss sich Ethikunterricht mit einer wertneutralen und inhaltlich entsprechend "dünnen" Ethik zufrieden geben? Auf dem Hintergrund des medialen Diskurses um den Ethikunterricht, wird in der vorliegenden Arbeit die Frage untersucht, welches Ethikverständnis die den Schulversuchen zu Grunde liegenden Lehrpläne bestimmt, und welche Ethikkonzepte heute grundsätzlich zur Debatte stehen. Die Untersuchung geht von der These aus, dass die Schule selber ein Ethik generierender Lernort ist, in dem aus der Perspektive unterschiedlicher Ethikkonzepte gehandelt wird.

Martina Kraml: Miteinander Essen und Trinken : Kulturtheoretisch-theologische Prolegomena für die Mahlkatechese.
Dissertation, Innsbruck, 2001.- gebunden, 222 Seiten.

In einem langen Anmarsch über sechs Kapitel begründet die Autorin ihre anthropologische Grundperspektive, den Menschen als Handelnden, Glück und Sinn Suchenden zu verstehen. Sie tut dies in klarer Abgrenzung zu antiken und (post-)modernen naturalistischen Konzeptionen. Im Blick auf den Gegenstand der Untersuchung, das miteinander Essen und Trinken als das zentrale christliche Orientierungssymbol, muss zunächst das Verständnis vom Menschen, von Natur und Kultur und schließlich von der Gottesrede offengelegt werden. Handlungstheoretische Unterscheidungen ermöglichen eine kulturtheoretische Sicht von Essen und Trinken, welche einen kritischen Blick auf den diesbezüglichen neuen Naturalismus in der Ernährungswissenschaft u.ä. wirft. Das Kommunikationsgefüge von Essen und Trinken in seiner sozialen Bedeutung wird erschlossen. Kulturtheoretische und theologische Unterscheidungen im Hinblick auf die Suche nach Sinn und Glück des Menschen lassen nach dem "Blick" als Metapher für lebenstragende Orientierungen fragen.

Die inhaltliche Vergewisserung bedarf einer methodisch-wissenschaftlichen. Katechetik als Wissenschaft (=kulturelle Tätigkeit) in ihrem Zusammenhang mit der Lebenswelt sowie in Korrelation und Abgrenzung zu anderen Wissenschaften wird als theologisches Handeln begründet. Katechetisches Handeln als theologisches Orientierungshandeln bedarf im Hinblick auf miteinander Essen und Trinken einer spezifischen hermeneutischen Klärung. Sie besteht in einer Hermeneutik endeetischer Kommunikationsformen, in der Konnotationen, Methaphern- und Symbolverständnis eine besondere Rolle spielen.

Der spezifische hermeneutische Zugang ermöglicht es im siebten Kapitel Essen und Trinken als Orientierungszeichen zu begründen. Dies geschieht in kulturanthropologischer und in bibeltheologischer Perspektive. In den Essen Jesu bis hin zur letzten Mahlgemeinschaft, speziell in seiner Einladung an die Ausgeschlossenen, zeigt die Autorin im achten Kapitel (184 - 195) das Spezifikum des Mahlhandelns Jesu auf. Es geht dabei, wie im neunten Kapitel (197 - 207) dargestellt wird, um ein Symbolhandeln als Verdichtung und damit auch als Provokation des Konfliktes um das Mahl von Jesus bis heute.

Die mahlkatechetischen Herausforderungen im Schlusskapitel erschließen den Ertrag der kulturtheoretisch-theologischen Prolegomena für die Mahlkatechese als Einführung in das "neue Sehen". Dabei kommen das Verhältnis von Kirche und Katechese und konkrete Folgerungen für die Formen theoretisch- und praktisch- katechetischen Handelns deutlich ins Spiel. Das gnadentheologisch begründete "geschenkte Wir", das im eucharistischen Mahl zum Ausdruck kommt, verbietet alle subjektgefährdenden geschlossenen Konzepte der Eucharistiekatechese.

Ulrike Greiner: Der Spur des Anderen folgen? : Religionspädagogische Theoriekritik aus der Perspektive des Fremden.
Dissertation, Linz, Juli 1998.- gebunden, 287 Seiten und Anhang (Textmaterial; ca. 90 Seiten).

Mit der Thematik des Fremden beschäftigt sich die Religionspädagogik bisher fast ausschließlich im Kontext interkulturellen und interreligiösen Lernens. Dabei kommt der grundsätzliche kulturtheoretische Diskurs zum Fremden als Krisenfigur der Spätmoderne oft ebenso wenig in den Blick wie die soteriologische Bedeutung dieser Kategorie im Hinblick auf die Heilssehnsucht heutiger Menschen und den Erlösungsanspruch christlichen Glaubens. Die vorliegende Arbeit wird von der Autorin selbst als "der Versuch einer neuen theologisch-religionspädagogischen Theorie des Fremden, die über die gegenwärtige Beschäftigung mit der Thematik des Fremden im Bereich des interkulturell-interreligiösen Lernens hinausgreifen möchte" verstanden.

L. Chinnappan: Interreligious Faith Formation in the Indian Context : An attempt toward building basic human Communities.
Dissertation, Innsbruck, 1998.- gebunden, 322 Seiten.

Die indische Kirche steht vor einer besonderen Herausforderung: Wie kann eine interreligiöse Praxis der Gemeinden theologisch verantwortet gelebt werden? Der Autor diskutiert auf der Grundlage der spezifischen gesellschaftlichen und religiösen Situation und der kirchlichen Entwicklung Indiens und in Auseinandersetzung mit einschlägigen kirchlichen Dokumenten und praktisch-theologischen Ansätzen die Möglichkeit von interreligiöser Glaubenserschließung in "basic human Communities".

India is one of the greatest democratic countries in the world. India houses eight major religions of the world an many tribal communities with their own religions. Massive poverty, religious pluralism and caste discrimination have been a great challenge to communitiy building and communitiy living. This study attempts to find ways and means to build up inter-religious basic human communities with the many native religions and with Christian message.

In order to build up basic (Christian) human communities there is an urgent need for a pedagogy of inter-religious dialogue between and among religions. Inter-religious dialogue aims to provide forums for communal search to combat the above said challenges and difficulties. This dialogue needs to be intra-religious among the Christian communities before venturing for the inter-religious dialogue with the neighbours of other faiths. Pedagogy of intra-religious and inter-religious dialogue in view of building communities is an attempt to create space and time for mutual enrichment through religious and God experiences.

In my paper I want to show that this kind of inter-religious dialogue aims at basic dialogical inter-religious communities based on a communal attempt for the Reign of God for a greater communion an well being among the people of India.

Regina Brandl: Supervision im im System Kirche. Eine religionspädagogische Untersuchung, Innsbruck 2003, gebunden, 258 Seiten.

Supervision ist in den christlichen Kirchen des deutschen Sprachraums weit verbreitet. Sie gilt als anerkannte Praxis, mit der das berufliche Engagement kirchlicher MitarbeiterInnen professionell begleitet wird. Auf diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der theologischen Bedeutung von Supervision. Ihr wird in drei Schritten (Kapiteln) nachgegangen.

-   Praktische Theologie als Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungswissenschaft
-   "Integrative Supervision" als konkretes Beispiel einer Supervisionspraxis
-   Supervision in der Kirche als interdisziplinäres Praxishandeln.

Hannes Wechner: Erlebnispädagogik - Modetrend oder neuer Impuls zum Glauben-Lernen? Differenzierende religionspädagogisch-theologische Untersuchungen des Erlebens im Hinblick auf Event und Erlebnispädagogik, unveröffentlichte Dissertation, Innsbruck, 2003

Die Erlebnispädagogik hat aich in das kirchliche Handeln, speziell in die Jugendarbeit  Eingang gefunden. Die fordert zu einer kritischen theologischen bzw. religionspädagogischen Würdigung des Ansatzes und einer differenzierten Rezeption im kirchlichen Handeln heraus. In der Arbeit wird dies durch eine differenzierende Untersuchung des Erlebens im Hinblick auf Event und Erlebnispädagogik geleistet.

Wechners Reflexion erfolgt in vier Schritten:
-   Untersuchung der Bedeutung des Events in der Gesellschaft
-   Beschreibung des Phänomens des Erlebnisses mit einer besonderen Schwerpunktsetzung auf das religiöse Erlebnis
-   Darstellung der Erlebnispädagogik
-   Kritische theologische bzw. religionspädagogische Rezeption der Erlebnispädagogik.

Markus Schwaigkofler: Das Drama der Missverständnisse. Zur Grammatik kirchlichen Begegnungshandeln im Kontext der Taufpraxis der Katholischen Kirche Vorarlbergs, unveröffentlichte Dissertation, Innsbruck 2004, 352 Seiten (mit Anhang)
Das lebens- und glaubensbedeutsame kirchliche Handeln spielt sich nicht zuletzt in alltäglichen Begegnungsszenarien zwischen kirchlichen Amtsträgern und so genannten Laien ab. Die Taufgespräche zur Klärung des Taufwunsches der Eltern und zur Vorbereitung auf den Sakramentenempfang des Kindes stellen ein typisches kirchliches Begegnungshandeln dar. Die Studie widmet diesem Begegnungsszenario eingehende empirische und theologische Aufmerksamkeit. eine solche Mikrostudie eröffnet neue Einsichten zur Grammatik kirchlichen Begegnungshandelns am Beispiel der Taufpraxis der Katholischen Kirche Vorarlbergs.

Die Dissertation ist erschienen als Bd. 4 der Reihe Kommunikative Theologie - interdisziplinär / Communicative Theology - Interdisciplinary Studies, hg. v. B. Hinze, B. J. Hilberath, M. Scharer.

Christoph Drexler: Konflikt als Ort der Gnade? Eine Reflexion der theologischen Bedeutung von Konflikten in praktischer Absicht, unveröffentlichte Dissertation, Innsbruck 2005

Teresa Peter: Von der Angst zu gehen und vom Gehen in der Angst. Angsterfahrungen als Herausforderung für theologisches Denken, Reden und Handeln, Innsbruck 2005
Die Dissertation ist erschienen als Bd. 5 der Reihe Kommunikative Theologie - interdisziplinär / Communicative Theology - Interdisciplinary Studies, hg. v. B. Hinze, B. J. Hilberath, M. Scharer

Andreas Pável: Mit Suchtkranken Seelsorge lernen. Kommunikativ-theologische Unterstützungskonzepte für die Aus- und Weiterbildung von SuchtkrankenseelsorgerInnen, unveröffentlichte Dissertation, Innsbruck 2007

Sigrid Strauß: "Gegrüßet seist du, Maria, um die 50...!" Eine ressourcenorientierte Auseinandersetzung mit der Situation von Frauen in den Wechseljahren aus theologischer Perspektive, unveröffentlichte Dissertation, Innsbruck 2008

Zurück zum Inhaltsverzeichnis>

2. Aktuelle Forschungsvorhaben
2.1. Habilitationen
  • Dr. Monika Prettenthaler, Graz: Versuch einer theologisch-religionspädagogischen Hermeneutik der kindlichen Psychodynamik nach der Trennung/Scheidung der Eltern
  • Dr. Martina Kraml, Innsbruck: Begleitung qualitativ-empirischer Qualifizierungsarbeiten in der Theologie
2.2. Dissertationen
  • Dipl. theol. Andreas Boßmeyer: Was geschieht am Grab? Kommunikation in Trauer- / Abschiedssituationen
  • Mag. Siegfried Springsguth: "Schweigen und in Freiheit lieben" - Perspektiven einer zukunftsfähigen christlichen Identität in einer multikulturellen Gesellschaft mit Blick auf Biografie und Schriften von Thomas Merton
  • Dipl. theol. Konrad H. Blüml: "Was Gott verbunden hat..." oder wie geht das: Einander trauen lernen - jenseits des Verstehens? Beziehungsspiritualitäten junger Paare und Kommunikative Theologie
  • Mag. Maria Juen: Die ersten Minuten des Unterrichts. Skizzen einer Kairologie des Anfangs aus kommunikativ-theologischer Perspektive
  • MMag. Gerd Forcher: "Extra consilium nulla salus". Beratungsformate und theologisches Denken
  • Mag. Thilo Grund: Prolegomena einer theologiegeleiteten Didaktik für den Religionsunterricht an Polytechnischen Schulen
  • Mag. Harald Klingler: Heilsam Autorität sein
  • Mag. Hildegard Falch: Von der unverbindlichen Teil-Nahme an Kirche zur verbindlichen Teil-Habe am Miteinander Kirche Sein
  • MMMag. Alexander van Dellen: Religion in der Schule? Bausteine einer diakonischen Präsenz von Religion in öffentlichen Schulen
  • Cornelia Uhrig: Kontemplation lehren in pluraler Situation?

> zum Inhaltsverzeichnis <

> zurück <


Pastoraltheologie

1. Abgeschlossene Dissertationen
NachnameVornameTitelOrtJahr
KLEINIrmgard CH.Ganze Welt. Gelebte Schöpfungstheologien - eine frauenspezifische Studie anhand bäuerlicher Lebensgeschichten im Tiefland BoliviensInnsbruck2014
MALIMAPeter GeorgeThe Participation of the Laity in the Life and Mission of the Church. A Pasoral Challenge in the catholic Diocese of Musoma, TanzaniaInnsbruck2014
SCHMITTArturFür eine Vielfalt der Charismen. Die ministérios nao ordenados der brasilianischen Kirche als Anregung für eine Neuordnung der Dienstämter in den Gemeinden der Diözese Bozen-BrixenInnsbruck2012
TSIAFRYLalao SoaLes Capucins d'Alsace à Madagascar. De l'é tablissement controversé à l'implatatio Ordinis (1932-1937)Innsbruck2012
WEIFFENIlsemarieBeziehung verändert. Spiritualität der Ordensgemeinschaft des Sacré-Coeur und Frauen spezifische Pastoral - Chancen und HerausforderungenInnsbruck2012
MASSANGUAlexThe Locality of the church
Small Christian Communities in Eastern Africa an din the Catholic Diocese of Tanga, Tanzania
Innsbruck2011
NOTDURFTERAlexander“Wurzeln in die Zukunft”. Zum Umgang mit Zielen in Pfarrgemeinden. Empirisch-rekonstruktive Einblicke und sozialwissenschaftliche Perspektiven,   communioekklesiologische Eckpunkte und pastoraltheologische Anmerkungen.Innsbruck2010
DWIWIBOBOGregorius   Hertanto“Damit die Herzen derer sich wandeln, die sie bedrängen und unterdrücken.” Versöhnung durch Bekehrung des Herzens aus dem Blickwinkel der Dramatischen Theologie.Innsbruck2009
PALE-LANGHAMMERElke„Ist Gott drin?“ Erfahrungen der Gottespräsenz im pastoralen Alltag von (Gemeinde-) Seelsorgerinnen.Innsbruck2009
VADAPPURAMJoseTowards a local Tribal Church: Attempts at a New Way ofInculturated Evangelisation among the Santals of Jhardkhand und West BengalInnsbruck2009
MYINGAPonsiano   G.Towards a Mature Tanzanian Christian Community. Traditionell roots for the Growth of Christian Faith. An Exemple from ther Catholic Diocese of Iringa.Innsbruck2008
ARULDOSSLawrence"Faith Sharing Communities". A New Pastoral Option to Promote Stable Families in the Diocese of Ahmedabad.Innsbruck2007
PAVELAndreasMit Suchtkranken Seelsorge lernen. Kommunikativ-theologische Unterstützungskonzepte für die Aus- und Weiterbildung von SuchtkrankenseelsorgerInnen.Innsbruck2007
XAVIERJohneyThe Christology of Bede Griffiths in the Light of Dominus Jesus.Innsbruck2007
PHAMNgoc HaiEucharistie als Koinonia im Licht der Anamnese, Epiklese und Prosphora.Innsbruck2006
BÖSCHEleonora"Die Welt ist Gottes so voll". Exerzitien im Alltag: Ignatianische Impulse für eine zeitgemäße Pastoral.Innsbruck2005
KREUTZERAnsgarKritische Zeitgenossenschaft. Konturen einer kontextuellen Theologie für die moderne Gesellschaft in Auseinandersetzung mit der Pastoralkonstitution Gaudum et Spes.Freiburg2005
UDEANIMonikaAuferbauung – eine vergessene Dimension der Gemeindeleitung. Ansätze zu einer neuen Praxis und Spiritualität des Gemeindeleitens.Innsbruck2005
ACKAHJames YamekehUnderstanding the Eucharistic Theology against the Background of Contemporary African Theology. The Eucharist as Sacrifice and Meal vis-à-vis the akan Concept of Sacrifice and Communal Meal.Innsbruck2004
ALBRECHTChristophDen Unterdrückten eine Stimme geben. Das Lebenszeugnis von P. Luis Espinal SJ und sein Eintreten für eine prophetische Kirche.Innsbruck2004
ARACKALDavisHindu-Christian Dialogue and Inculturation. For Inter-religious Harmony in India: A Theological Search in the Life and Writung of Bede Griffiths.Innsbruck2004
BUSCHAUERNormanEdwin Fasching 1909 – 1957. Die Kirche gehört in die Welt wie das Salz in die Suppe.Innsbruck2004
EZEIkechukwuBeing a Christian in Igbo Land. The Challenges of deepening the Christian faith within the Igbo cultural context.Innsbruck2004
NWANKWOPeter OkechukwuSocial Development in rural Communities Soth-Eastern-Nigeria: A Mission of charity.Linz2004
TAMÀSRolandDas Schicksal des Reiches. Zur Theologie der medial strukturierten Welt.Innsbruck2004
BÖHMThomasReligion durch Medien. Kirchliches Engagement in den Medien und die "Medienreligion": Eine problemorientierte Bestandsaufnahme und Konturen einer theologischen Hermeneutik.Innsbruck2003
DADASSlawomirVersöhnte Verschiedenheit. Vielfalt als pastorale   Herausforderung für die Einheit der Kirche am Beispiel der Diözese Linz.Innsbruck2003
KELLNERGerhardPaare im Übergang zur Elternschaft. Religionspädagogische Perspektiven einer kommunikativen kirchlichen Bildungspraxis. HabilitationInnsbruck2003
KUTSCHERARudolfDas Heil kommt von den Juden. Untersuchungen zu den Heilsbedeutungen Israels nach Joh 4,22b.Innsbruck2003
LOURDUSAMYSiluvaimuthu PaulChristian Marriage in a Caste-Based Pluralistic Society. Towards a Study of Radivasi Marriage Customs and Ceremonies for a Contextualised Theology of Marriage.Innsbruck2003
ZATYRKAAlexanderAutochthonous Church and its Ministries in the Bachajón Mission, Chiapas, MexicoInnsbruck2003
FUENTES ORTIZJuan Carlos"Befreiung" im christologischen Denken von Jon Sobrino. Aspekte zum Begriff "Erlösung".Innsbruck2002
MRČELAJadrankaIst das eucharistische Geheimnis lebensrelevant? Grundlagen einer Eucharistiekatechese im ekklesiologischen Kontext Kroatiens.Innsbruck2002
PANHOFERJohannesHören, was der Geist den Gemeinden sagt. Die Rezeption des Leitungsmodells nach c. 517 § 2 durch das Volk Gottes am Beispiel von drei Pfarrgemeinden der Diözese Innsbruck – Eine empirisch-theologische Studie.Innsbruck2002
ROHRSCHEIDTBernhard   v.Bittet also den Herrn der Ernte. Die Bestimmungen über die Priesterausbildung in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils und in der nachkonziliaren Gesetzgebung.Innsbruck2002
SCHWARZDetlefSchneeflocken im Frühling. Das Kind im Krankenhaus – ein pastoraltheologisches Modell als   Plädoyer für eine praxisorientierte Klinikseelsorge für Kinder.Innsbruck2002
SOLO KEWUTAMarkusGottesbild in Ostflores zwischen Tradition und Jesus Christus.Innsbruck2002
SOLOMONPaulWer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Impulse für die Arbeit mit Jugendgruppen in der Diözese Iasi (Rumänien).Innsbruck2002
EZEUchenna A.Jesus Christ the Ancestor. An African Contextual Christology in the Light of the Major Dogmatic: Christological Definitions of the church from the Council of Nicea (325) to Chalcedon (451).Innsbruck2001
FRIESLChristianKrise und Kairos. die sozioreligiöse Lage als Herausforderung für Praktische Theologie und pastorales Handeln. HabilitationWien2001
KODITHOTTAMGeorgeInter-religious Marriage and Indissolubility. Jesus' Prohibition of Divorce: A Law for Christians or a Gospel Challenge for all?Innsbruck2001
PRÜLLER-JAGENTEUFELVeronikaWerkzeug und Komplizin Gottes. Hildegard Holzers Wirken im Seminar für kirchliche Frauenberufe 1945-1968. Eine feministische praktisch-theologische Untersuchung zur Geschichte der Seelsorgehelferinnen in Österreich.Innsbruck2001
SKORULSKIKrzysztof"Den Seelen helfen." Pastoraltheologische Ansätze der frühen Jesuiten.Innsbruck2001
VALLUVASSERYClementChristus im Kontext und Kontext in Christus. Ein Versuch einer Vermittlung zwischen der chalcedonensischen Formel und den neuen Entwicklungen in der indischen Christologie am Beispiel von Raimon Panikkar und Samuel Rayan.Innsbruck2001
AIGNERMaria   ElisabethDiakonisch orientierte Wissenschaft. Der praktisch-theologische Beitrag zur gesellschaftlichen Relevanz von Theologie.Innsbruck2000
ENGLYSHEAnthony   JusticeBeing Church in Ghana. A Model of Small Christian Communities based on the Akan Extended Family System: An Inculturated Practical Theology.Innsbruck2000
GOMEZGeorge   JohnBeyong Gender Discrimination. The Indian Women's Search for Human Dignity.Innsbruck2000
HARTLChristianWir aber predigen Christus den Gekreuzigten. Spuren der Kreuzesspiritualität Julius Kardinal Döpfners in seinem Leben und in seiner Verkündigung.Innsbruck2000
WALDERJosef"Dialog für Österreich" – ein synodaler Vorgang?Innsbruck2000
GRAZIOLICristinaWenn die Nacht zu lange wird ... Lebensbejahung und Suizid.Innsbruck1999
IFEMEJECharles   OkechukwuUnabhängige afrikanische Kirchen. Eine seelsorgerische Herausforderung für die Kirche in   Igboland – Nigeria.1999
PATSCHJakobGleichgeschlechtliche Liebe – eine Herausforderung für christliche Ethik.Innsbruck1999
SCHALLFranzStörungen als Herausforderungen begreifen. Zum Umgang mit Störungen aus der Sich der   Themenzentrierten Interaktion.Innsbruck1999
SCHNEIDERSebastianFür eine Pastoral der Aufmerksamkeit. Der Beitrag des Pastoralseminars für eine subjektfördernde Seelsorge.Innsbruck1999
UZORChika J.Living between two Worlds: Intrapersonal Conflict among Igbo Seminarians in NigeriaInnsbruck1999
AROCKIAMAlangaram SJChrist of the Peoples of Asia. Towards an Asian Contextual Christology. Based on the documents of Federation of Asian Bishop’s Conferences.Innsbruck1998
NAGY-GYÖRGYAttilaEinübung in den Glauben. Ansätze zu einer Neuorientierung der Studentenpastoral in Siebenbürgen (Rumänien).Innsbruck1998
WINTERSr. Elisabeth ThérèseWeltliebe in gespannter Existenz. Grundbegriffe einer säkularen Spiritualität im Leben und Werk von Simone Weil.Innsbruck1998
BIELRobertLebens- und Todeszeichen der Kirche in Polen nach der Wende. Im Spiegel der Hirtenbriefe der polnischen Bischofskonferenz und der Berichte der Herder-Korrespondenz.Innsbruck1997
FINDL-LUDESCHERAnnaStützen kann nur, was widersteht. Ida-Friederike Görres – ihr Leben und ihre Kirchenschriften.Innsbruck1997
BÜRGLERBernhardPorneia. Die geistliche Lehre des Evagrios Pontikos von der Unzucht und ihre Bedeutung für heute - dargestellt an einem Abschnitt aus dem Traktat über die acht Gedanken.Innsbruck1996
UGWUChinonyelu MosesHeilung in der Nigerianischen Kirche. Eine pastoral-psychologische Untersuchung.Innsbruck1996
GONSKABernardDie 2. polnische Plenarsynode und die pastoralen Aufgaben der Kirche nach dem Ende des Kommunismus. Auf dem Weg von der Volkskirche zu einer Communio-Kirche.Innsbruck1995
HAASReinholdChristliche Leidensdeutung. Zur Theodizeefrage und ihrer pastoraltheologischen Relevanz.Innsbruck1995
PARATHAZHAMartin GeorgeSeelsorglicher Umgang mit depressiven Menschen. Modell und theoretische Grund­lagen therapeutischer Pastoral.Innsbruck1995
DURANEduardo M.Die Zukunft der Gruppen oder die Gruppen der Zukunft im kirchlichen Bereich.Innsbruck1994
IKECHUKWUAniDie befreiende Versöhnung. Die christliche Heilsbotschaft der Sündenvergebung in ihren heilsgeschichtlich-politischen Zusammenhängen bei Ernst Michel.Innsbruck1994
ONWUCHEKWESamuelOGBANJE – A Pastoral Challenge to Igbo Church.Innsbruck1994
STRASSMANNBrunoDie Ehetheologie bei Theodor Bovet. Bovets Ehetheologie im Kontext seines Den­kens und seiner Biographie.Innsbruck1994
THAYILJosephChild Labour in India and the Social Teaching of the Church.Innsbruck1994
KERSCHBAUMERFlorianDie Erzpfarre Lajen und ihre Geschichte.Innsbruck1993
NICOLARolf-PeterTrinität und zwischenmenschliche Kommunikation. Die Wesens- und Beziehungs­eigentümlichkeiten des dreifaltigen Gottes als Orientierungsrahmen für die Ver­wirklichung des Menschen.Innsbruck1993
SCHAAFMichael JosephDie Salesianer Don Boscos und ihre pädagogische Leitidee.Innsbruck1993
BAUMANNKlausDas Unbewußte im moralischen Subjekt. Anthropologische Elemente der modernen Psychologie.Rom1992
FINDLHubertTourismus und Identität. Eine pastoraltheologisch orientierte Qualitativstudie über die Auswirkungen des Tourismus auf die Bereisten.Innsbruck1992
GIMPLP. HerbertVolksreligiosität und Pastoral im andinen PeruInnsbruck1992
WILLIPeterSünde und Bekehrung in den Predigten und Tagebüchern John Henry Newmans.Innsbruck1992
GÖGELERainerEntwicklungen in der Bevölkerung und im Gottesdienst der Pfarre Mäder seit 1950.Innsbruck1991
KUFULUMandunu JosephDas "Kindoki" im Licht der Sündenbocktheologie. Versuch einer christlichen Be­wältigung des Hexenglaubens in Schwarz-Afrika.Innsbruck1991
LENNANRichardThe Dynamics of Change: A Study in the Ecclesiology of Karl Rahner.Innsbruck1991
RÄDLERPeterDas Beichtgespräch als Dienst an der Versöhnung. Ein Beitrag zur Klärung des Begriffs "Beichtgespräch" und zur pastoraltheologischen Begründung seiner Praxis.Innsbruck1990
WAIBELGerhardUmgang mit Angst in der Krankenhausseelsorge.Graz1990
BECKERKenneth LeoCarl Gustav Jung und die Exercitia Spiritualia des Ignatius von Loyola. Eine Dar­stellung und Kritik aufgrund Jungs Vorlesungen und Schriften.Innsbruck1989
GESERWilhelmPsychologische Analyse der Gründe für Amtsniederlegungen katholischer Priester.Innsbruck1989
TISSAFIFatima JaouhariDie Exerzitien des Ignatius von Loyola. Hilfe für heutige Glaubens- und Lebenspraxis.Bern1987
BADERGüntherGrund- und Werthaltungen in der Gesprächspastoral. Zur Funktion und Bedeutung klassischer Tugenden und gesprächstherapeutischer Verhaltensmerkmale in einer redemptiven Konzeption seelsorglicher Gesprächsführung.Innsbruck1981
MOYNIHANRobert   N.Das Selbstbild als einer der motivierenden Faktoren bei der Berufswahl der Priester.Innsbruck1978
RUNDSTUCKJosefDer schulische Religionsunterricht in Österreich. Eine historische Untersuchung der Entstehungssituation und der Entwicklung des Unterrichtsfaches Religion   in der österreichischen Schule im 18. Jahrhundert.Innsbruck1975
HELBOKHugoZum Kirchenbild im Religionsunterricht. Untersuchung zur Darstellung der Lehre von der Kirche in österreichischen, französischen und deutschen Religionsbüchern an Mittelschulen aus der Nachkriegszeit.Innsbruck1974
TRAUSNITZKarl-HeinzGlaubensbegründung an den allgemeinbildenden Höheren Schulen.Innsbruck1973
dissertationen.html - dissertationen.html

 Laufende Dissertationsprojekte

Informationen im Hinblick auf "PhD in Education"

Christine Bachmann:

"Visual Thinking Strategies als partizipative Lernerfahrungen in der Schule"

Kurzbeschreibung:

Visual Thinking Strategies (VTS) ist eine in den USA in den 1970er bzw. 1980er Jahren entwickelte Methode der Arbeit mit Bildern. VTS wird als Instrument zur Schulung des visuellen und ästhetischen Bewusstsein verwendet auch mit dem Ziel soziale, kognitive und kommunikative Fähigkeiten zu fördern. Im Zentrum von VTS stehen die Lernenden. Über ein spezifisches didaktisches Setting werden diese zum Entwickeln individueller ästhetisch-inhaltlicher Positionen motiviert. Im schulischen Alltag werden Bilder didaktisch sehr unterschiedlich eingesetzt, häufig in der Annahme, dass Bilderlesen eine Fähigkeit darstellt, die Schülerinnen und Schüler von selbst erlernen. Das Konzept von Visueller Bildung (Visual Literacy) geht davon aus, dass Bilderlesen eine elementare Fertigkeit darstellt, die es zu erlernen gilt. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von naturwissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen in der Schule, weisen empirische Studien auf die Wichtigkeit ästhetischer Bildung hin. Kreativität, Imaginationsfähigkeit und geistige Flexibilität werden als grundlegende Kompetenzen angesehen, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden zu können. Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es herauszufinden, welche partizipativen Lerner- fahrungen sich durch eine methodische Ausrichtung der Unterrichtsgestaltung auf VTS im Klassenraum zeigen. In der wissenschaftlichen Diskussion verortet sich das Forschungsthema an der Schnittstelle von Personaler Pädagogik, Demokratiepädagogik, der Debatte über Visual Literacy und der Methode Visual Thinking Strategies.


Reinhard Blum:

"Lernprozesse in einem basalen Variationsmodell zur Integration auditiver, kognitiver, spieltechnischer sowie inhaltsbezogener Parameter im Klavierpraktikum im Rahmen der LehrerInnenausbildung. - Entwicklung professionsspezifischer theoretischer Grundlagen und eines praktischen Umsetzungskonzepts."

Kurzbeschreibung:

Ziel der Dissertation ist, am Beispiel eines lernseitigen Lehrkonzepts zur handlungsorientiert-variierenden Aufmerksamkeit professionsspezifische Lern- und Entwicklungsprozesse im Lehramtsstudium systematisch in einem didaktischen Konzept zu entwickeln und empirisch auf studierendenseitige Prozesse hin zu beforschen. Konkretes Entwicklungs- und Untersuchungsfeld ist die Lehrveranstaltung Klavierpraktikum im Musiklehramt (Sekundarstufe Allgemeinbildung). Diese Lehrveranstaltung ist im Hinblick auf das selbst begleitete Singen am Klavier aus schulpädagogischer und fachdidaktischer Sicht zentraler Kernbereich der späteren professionellen unterrichtlichen Tätigkeit von MusiklehrerInnen.

Ausgehend von einer bildungswissenschaftlich-fachdidaktische Analyse sowie der konkreten Verortung der Lehrveranstaltung Klavierpraktikum in ihrer im Unterrichtsfach Musikerziehung besonderen berufsfeldbezogenen Ausrichtung wird ein performativ-koordinatives Variationsmodell für die Umsetzung der Lehrveranstaltung Klavierpraktikum für angehende Schulmusikerinnen und Schulmusiker entwickelt, dargestellt und diskutiert.

Insbesondere basierend auf den Ergebnissen zu Gelingensbedingungen für Klavierpraktika werden weiterführende bildungswissenschaftliche und fachdidaktische curriculare und institutionelle Überlegungen zur professionsspezifisch adäquaten Ausgestaltung des Lehramtsstudiums bezogen auf diese Kernveranstaltung angestellt.

Ann Kathrin Dittrich:

"Pädagogisches Wissen im LehrerInnenberuf - Konzepte und empirische Befunde"

Kurzbeschreibung:

Das Handeln von Lehrpersonen im Schulalltag und das damit verbundene Professionalisierungsverständnis ist ein zentrales Thema in der LehrerInnenbildung (Thenorth 2006). Das professionelle Wissen gilt mittlerweile als Schlüsselkompetenz erfolgreichem unterrichtlichen Handelns (Shulman 1986; Blömeke et al. 2008). Aufgrund fundamentaler Wandlungsprozesse in unserer Gesellschaft, die sich spiegelbildlich auch in der Schule abbilden, ist das Professionsverständnis von Lehrpersonen, vor allem das immer wichtiger werdende pädagogische Wissen (Shulmans 1986) für LehrerInnen vor dem Hintergrund der Diversität (Heterogenität, Inklusion, Multikulturalität, Gender) neu zu stellen. Der Fokus der Forschungsarbeit liegt neben den zentralen Fragestellungen was Lehrerpersonen im Schuldienst unter dem Begriff „Pädagogischen Wissen“ verstehen und welche Entwicklungen aktuelle Herausforderungen der Diversität für die Konzeptualisierung pädagogischen Wissens in der LehrerInnenbildung bedingen, auf der Umsetzung pädagogischen Wissens in der Praxis. Basierend auf einer Pilotstudie werden anhand narrativer Interviews Lehrpersonen unterschiedlicher Schultypen befragt, welche Bedeutung im Denken und Handeln für sie pädagogisches Wissen im Unterricht hat. Durch Unterrichtsbeobachtungen wird das kognitive Konzept ihrem unterrichtlichen Handeln kontrastiv gegenübergestellt. Basierend darauf werden Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen Denken und Handeln analysiert. Zudem werden über die Rekonstruktion von pädagogischen Wissen aus der Praxis heraus sowohl formative als auch konzeptuelle Erkenntnisse für die LehrerInnenbildung gewonnen.

Malte Gregorzewski:

"Leadership for Learning: Personal Mastery and student-focused School Leadership across three European countries"

Kurzbeschreibung:

Research conducted e.g. by Marzano et al. (2005), Leithwood et al. (2006) and Louis et al. (2010) clearly show a (statistical) significant impact of school leadership on student achievement. Hattie (2008) analyses more than 800 meta-studies researching the influences on student achievement - one of his main findings is that the teacher is key to student success. However, Hattie (2015, p. 29) points out that teachers „need support, they need to collaborate with others in and across schools, they need to develop expertise, and they need excellent school leaders.“ In this exploratory research project the approaches of Personal Mastery (Senge 2006) and Theory U (Scharmer, 2009) serve as the underlying concepts to explore with mainly qualitative research methods successful schools in three European countries aiming specifically on school leaders: their way(s) to influence students and to learn more about what Scharmer (2009) calls the Inner Field of (school) leaders - the term Leadership will be associated throughout this research project as „being visionary, motivational, inspirational and innovative” (Schley & Schratz, 2011, p. 276) and is recognized as an attitude, Haltung, rather than an action (Schley & Schratz, 2005).

This research is carried out within the European Doctorate in Teacher Education (EDiTE), which is a four-year project supported by the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme, Marie-Sklodowska-Curie grant agreement number 676452

References

Hattie, J. (2008): Visible learning: a synthesis of meta-analysis relating to achievement, London: Routledge.

Hattie, J. (2015): What doesn´t work in Education: The Policy of Distraction, retrieved on January 25th 2018 under http://visible-learning.org/wp-content/uploads/2015/06/John-Hattie-Visible-Learning-creative-commons-book-free-PDF-download-What-doesn-t-work-in-education_the-politics-of-distraction-pearson-2015.pdf

Leithwood, L., Day, C., Sammons, P., Harris, P., & Hopkins, D. (2006). Seven strong claims about successful school leadership. Nottingham, UK: National College of School Leadership.

Louis, K. S., Leithwood, K., Wahlstrom, K. L., & Anderson, S. E. (2010): Investigating the links to improved student learning: Final report of research findings. New York: The Wallace Foundation.

Marzano, R. J., Waters, T., & McNulty, B. A. (2005): School leadership that works: From research to results. Alexandria: Association for Supervision and Curriculum Development.

Scharmer, C. Otto (2009): Theory U: Leading from the Future as It emerges, San Francisco: Berrett-Koehler.

Schley, W. & Schratz, M. (2005). Leadership als Haltung. Erziehung & Unterricht, 155(3-4), 250-270.

Elisabeth Haas:

"Gelingensbedingungen schulpraktischer Mentoringprozesse in der Lehrer/innenausbildung"

Kurzbeschreibung:

In Österreich wurden im Rahmen umfassender Lehrer/innenbildung-Reform die schulpraktische Ausbildung und das begleitende Mentoring grundlegend rekonzipiert. Im Rahmen „Pädagogisch-Praktischen Studien“ erfolgt eine über die traditionell bereits gut verankerte Zusammenarbeit hinaus weitergehende Verschränkung von Schulpraktika und hochschulbasierter Ausbildung. Die Einbeziehung der Mentor/innen in den Ausbildungsprozess bedingt eine gegenseitige Abstimmung und Verknüpfung der einzelnen Ausbildungsbereiche (Schützenmeister, 2008).

Ziel dieses Dissertationsvorhabens ist, zentrale Gelingensbedingungen schulischer Mentoringprozesse in der Lehrer/innenausbildung empirisch zu rekonstruieren.

Ausgangspunkt hierfür ist die Beobachtung, dass aus Sicht von Lehramtsstudierenden Praktika häufig als Highlight der Ausbildung (Ostermann, 2015) wahrgenommen werden. Zudem weisen vorliegende Befunde auf zusammenhängende Gelingensbedingungen hin (Bach et al. 2014, Arnold et al. 2011). Auf dieser Grundlage werden im Rahmen der vorliegenden Arbeit mittels eines mixed methods Ansatzes die folgenden Forschungsfragen bearbeitet:

- Welche Gelingensbedingungen sind im Mentoringprozess essentiell?

- Wie werden Lern- und Entwicklungsprozesse von Mentor/innen gestaltet, bei denen diese dann annehmen, dass sie von Studierenden als positiv konnotiert und wirksam erlebt werden?

Das Forschungsdesign wird hierbei über ein zweistufiges Vorgehen realisiert.

- Qualitative Grunderhebung über Interviews bei Mentor/innen (n=12) und Studierenden (n=12), darauf aufbauend

- ein quantitativ angelegter Fragebogen für einen größeren Kreis von Mentor/innen (zur Validierung und Weiterentwicklung der qualitativen Befunde, n=100)

Literatur:

- Arnold, K.-H.; Hascher, T.; Messner, R.; Patry, J.-L.; Rahm, S. (2011). Empowerment durch Schulpraktika, Perspektiven wechseln, Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

-- Bach, A., Besa, K.S. & Arnold, K.-H. (2014). Bedingungen von Lernprozessen in Schulpraktika: Ergebnisse aus dem Projekt ESIS (Entwicklung Studierender in Schulpraktika). In Arnold, K.-H., Gröschner, A. & Hascher, T. (Hrsg.). Praktika in der Lehrerbildung: Theoretische Grundlagen, Konzeptionen, Prozesse und Effekte (S. 165–182). Münster und New York: Waxmann.

- Ostermann, E. (2015). LehrerIn werden im Spannungsfeld subjektiver Erwartungen und objektiver Ausbildungsanforderungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

- Schützenmeister, J. (2008). Professionalisierung und Polyvalenz in der Lehrerausbildung. Marburg: Tectum.

Fiona MacKay:

"Reconstructing General Pedagogical Knowledge in Teacher Education from Teachers Perspectives" 

Kurzbeschreibung:

The study aims to contribute and further the current international discussion on general pedagogical knowledge (GPK) in teacher education (TE). In an era of accountability, benchmarking and professional competence both nationally and internationally, teachers’ pedagogical knowledge (PK) is of significant research interest for international organisations (e.g. OECD). This has in part, derived from research on teaching and learning which support the assumption that what teachers know, do and believe, has an impact on the quality of teaching and student achievement (Hill et al, 2005, Voss et al, 2011; Darling-Hammond, 2000) and that making effective pedagogical decisions is highly attributed to the pedagogical knowledge of the teacher (Guerriero, 2015). Whilst large scale studies have sought to operationalise and empirically define GPK (Voss & Kunter, 2013; Baumert at al, 2010), research in this area is still in its infancy Furthermore, it could be argued that an economic based approach, which measures teacher knowledge, narrows the scope of research towards prescriptive and restrictive professional competence indicators. This research seeks to move away from the dominant competence oriented operationalisations of GPK and pre-defined parameters and definitions of GPK. Equally this research is of pivotal importance and highly relevant for the fundamental teacher education curriculum reform in Austria, which places more emphasis on content related to specific pedagogical knowledge.

The following research questions will guide the PhD-study.

-What are teachers’ personal understandings and constructs of general pedagogical knowledge compared to and in relation to large-scale comparative approaches?

-What role does pedagogical knowledge play in dealing with diversity in the professional field of teaching?

-What can we derive from these findings for initial teacher education?

A co-evolutionary inductive and reconstructive theory building process is adopted, which takes into account both the complexity and fluid development of GPK in the teaching profession and steps back from predefined parameters and (expressly competence oriented) definitions of GPK. Consequently a primarily qualitative reconstructive empirical approach is employed which focuses on interviewing experts from the field. The empirical findings from the interviews will form the basis for discussion regarding the reconceptualisation of GPK and potential consequences for initial teacher education.

Klaus Schneider:

"Der Berufseinstieg von Lehrpersonen als Übergang: Mikrodynamik und Gelingensbedingungen der ersten Berufsjahre im Kontext der lebenslangen Professionalisierung"

Kurzbeschreibung:

Die Dissertation befasst sich mit Herausforderungen an LehrerInnen in der Berufseinstiegsphase und soll Erkenntnisse zur frühen berufsbiographischen Entwicklung, rückwirkend für die Gestaltung des Curriculums der LehrerInnenbildung sowie zur Implementierung der künftigen Induktionsphase im Rahmen der PädagogInnenbildung Neu generieren.

Der Berufseinstieg von LehrerInnen ist für die weitere berufsbiographische Entwicklung und Professionalisierung von zentraler Bedeutung. Er ist ein komplexer, mitunter krisenhafter und individueller Lernprozess, der sich aus dem Zusammenspiel von person- und situationsspezifischen Faktoren ergibt (Terhart et al. 2014, S. 386). Eine Reihe von Studien fokussieren strukturbedingte Problemfelder der Anfangsphase im Lehrberuf. Der gemeinsame Ansatz dieser Studien zeigt sich in der Annahme, dass sich den neu in den Beruf einsteigenden Lehrpersonen auch zentrale Anforderungen stellen, die in ihrer Komplexität im Voraus im Rahmen der Ausbildung nicht vorbereitet bzw. bearbeitet werden können (Keller-Schneider und Hericks 2014, S. 387). Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick darauf, wie sich die LehrerInnenausbildung inhaltlich wie strukturell zu dem verhält, was BerufsanfängerInnen im LehrerInnenberuf an professionellem Rüstzeug aus berufspraktischer Sicht benötigen, um sich als selbstwirksam zu erleben und von Vorgesetzten bzw. KollegInnen und Eltern wie SchülerInnen auch so eingeschätzt zu werden.

Wie kann also eine umfassende LehrerInnenausbildung unter Berücksichtigung des hohen Komplexitätsgrades gestaltet werden, damit aus BerufsanfängerInnen „gute“ LehrerInnen werden, wenn man davon ausgeht, dass „[…] die Qualität eines Lehrers [und] seine Professionalität […] ein berufsbiographisches Entwicklungsproblem [ist]“? (Terhart 2007, S. 20). Abgeleitet von und basierend auf diesen Befunden und Überlegungen konzentriert sich die Dissertation auf die folgenden inhaltlich miteinander verbundenen und aufeinander aufbauenden Forschungsfragen:

- Welche Ausbildungsinhalte sind aus Sicht unmittelbar Betroffener (BerufsanfängerInnen, KollegInnen/Vorgesetzte) für einen erfolgreichen Berufseinstieg von zentraler Bedeutung?

- Welche Unterstützungen und Rahmenbedingungen befördern bzw. behindern einen erfolgreichen Einstieg von BerufsanfängerInnen ins Arbeitsfeld während der ersten Berufsjahre aus systemischer Sicht?

- Welche Ereignisse auf mikrodynamischer Ebene (personal, unmittelbares berufliches Umfeld, struktureller Rahmen) haben aus Sicht Betroffener einen Einfluss auf den weiteren beruflichen Verlauf (2-5 Jahre) und wie beeinflussen diese mikrodynamischen Ereignisse das subjektive Empfinden im Beruf?

- Welche Anforderungen ergeben sich aus den gewonnenen Erkenntnissen an ein Curriculum für das Lehramtsstudium und an die Induktionsphase für BerufsanfängerInnen?

Literatur:

Keller-Schneider, Manuela; Hericks, Uwe (2014): Forschungen zum Berufseinstieg. Übergang von der Ausbildung in den Beruf. In: Ewald Terhart, Hedda Bennewitz und Martin Rothland (Hg.): Handbuch der Forschung zum Lehrerberuf. Münster, Westf: Waxmann, 386-407.

Terhart, Ewald (2007): Was wissen wir über gute Lehrer? Ergebnisse aus der empirischen Lehrerforschung. In: Friedrich Jahresheft, S. 20–24, zuletzt geprüft am 28.02.2017.

Terhart, Ewald (2013): Erziehungswissenschaft und Lehrerbildung. Münster, New York, NY, München, Berlin: Waxmann (Waxmann Studium)

Nicolette Szelei:

"Constructing cultural diversity: teachers's perceptions, classroom strategies and school mechanisms in urban Portugal/Austria"

Kurzbeschreibung:

Nikolett’s area in her PhD study is cultural diversity in European schools, more particularly in urban environments of Portugal and Austria. The EDiTE pillars (Emerging Europe, Transformative Teacher Learning and Better Student Learning) frame her work as she emphasizes the role of teacher learning for cultural diversity in a multicultural Europe, where current discriminatory discourses might threaten equitable education for all school children. Additionally, Nikolett finds it important to understand teachers’ realities working in multicultural schools, as a starting point to design adequate teacher learning opportunities, and consequently, improve education in urban contexts.

Nikolett’s main research questions are 1) How is cultural diversity conceptualized by school practitioners? 2) What are the strategies teachers apply in addressing cultural diversity in the classroom? 3) What are the mechanisms the schools develop as a learning organization to respond to cultural diversity? Nikolett applies the lenses of critical multiculturalism when analyzing these issues. She utilizes multiple qualitative methods to collect data: school documents, semi-structured interviews as well as ethnographic classroom observations constitute the data base of the case studies. A constructivist grounded theory approach guides her research, with a special focus on situational analysis in order to understand the processes involved in constructing cultural diversity as well as exploring their underlying reasons.

Josefine Wagner:

"Struggling for Educational Justice in Disabling Societies - A Cross Cultural Ethnography of Inclusive Schooling Practices in Poland, Austria, and Germany"

Kurzbeschreibung:

The United Nations Convention on the Rights of People with Disabilities (UN-CRPD, 2006) has pushed countries across the European Union to reconsider and tackle the social and institutional barriers that prevent people with disabilities from full and equal participation in their societies.Hence, the question of how to accomplish educational justice through creating inclusive mainstream schooling has risen to top relevance in countries whose educational systems rely heavily on the segregation of able and disabled bodied children. The aim of my dissertation is to conduct an in-depth comparative cross-cultural ethnographic study of changes in learning and teaching in European schools, which are undergoing intense processes of institutional transformation resulting from both economic and policy-level changes affecting educational systems. The methodological approach to school studies is based on the fundamental paradigm of educational anthropology that treats the schooling process as a “cultural production of an educated person” (Spindler, 2000; Erickson, 1984, 2010). Since culture is “not a power, something to which social events, behaviors, institutions, or processes can be causally attributed to”, my doctoral research will be attempting to analyse the educational contexts that I encounter, based on long-term ethnographic studies in schools in Poland, Austria and Germany. Ultimately, I aim to present a "thick description" (Geertz, 1973, p. 10) of how schools struggle with the realities of inclusion, challenging existing concepts of teacher professionalism and student learning as a part of larger changes in school cultures, illuminating through attention to micro-level manifestations large-scale processes of change across Europe. My research is situated in all three strands of the EDiTE framework. It contributes a perspective on the emerging European future by analysing three European educational country contexts in the design of ethnographic case studies, i.e. deeply contextualised school research carried out in Poland, Austria and Germany.It focuses on excluding and including classroom practices which sheds light on chances for developing transformative teacher learning on the one hand, and better student learning, on the other. My cross-cultural study will ultimately comment on the state of educational justice in European societies.

Vasileios Symeonidis:

"Europeanisation in Teacher Education: A Comparative Study of Teacher Education Policies and Practices in Austria, Greece and Hungary"

Kurzbeschreibung:

During the last decade, an accelerating process of Europeanisation of national policies related to teachers and teacher education has been witnessed (EDiTE, 2014), so that researchers are currently talking about a ‘European teacher education policy community’ (Hudson-Zgaga, 2008) and the ‘European teacher’ (Schratz, 2014).

This study, conducted within the framework of the European Doctorate in Teacher Education (EDiTE), aims to analyse the process of Europeanisation in the field of teacher education from an international comparative perspective, exploring how and to what extent teacher education policies and practices in three European countries (Austria, Greece, and Hungary) have been influenced by contemporary European policy and research developments. Teacher education is examined by looking at policies and practices related to the following dimensions: (a) the creation of a continuum of teacher professional development, meaning an overarching unity between initial teacher education, induction and continuing professional development; (b) the definition and use of teacher competences; and (c) the support of teacher educators.

Acknowledging the complexity of policy flows, the study examines perspectives of various actors in different levels of policy implementation, adopting a comparative and embedded case study design. Firstly, the study looks at the international level to explore how Europeanisation emerged in the field of teacher education, considering global trends and the economically driven approach to education. Analysis at this level offers a mapping tool with indicators to help us study teacher education at the national level. Secondly, the study examines through “thick description” (Geertz, 1973) recent reforms and policy initiatives in three European countries to trace potential influences of Europeanisation at the national level and identify the actors and mechanisms involved in this process. Finally, sub-cases of individual higher education institutions and schools aim to illustrate the microdynamics at the institutional and local level. To this end, the study employs content analysis of official documents, interviews with international and national policy experts, as well as interviews with teacher educators and teachers.

As part of EDiTE, the specific study contributes to research in the broader field of Europeanisation and the specific field of teacher education, developing further the discussion of what constitutes the ‘Europeanness’ of teacher education. The study will also bring concrete knowledge about each country’s teacher education system and will help policy-makers to better understand the field which they try to shape.

Shaima Muhammad:

"Selection and use of classroom materials in a social studies classroom: toward transformative emancipatory education"

Kurzbeschreibung:

Classroom materials, such as textbooks, are an important part of the context in which learners and teachers work. Textbooks have become a critical source for studying reforms in schools and are one of the main sources for the content and the pedagogical methods used in classrooms. Despite the important role of textbooks, few empirical studies have been conducted on the use of textbooks in class.

Working within a critical education framework and believing in the social aim of education in an increasingly market-driven approach to learning and the role of teachers as agents of change, this study attempts to explore the potential of transformative approaches to materials in the area of social studies in a way that sustain a democratic society and is inclusive of all voices. The research will examine examples of innovative and critical approaches to materials used in Social Studies and Citizenship Education courses in two European countries: Austria and Portugal, and the implication of that on transformative learning and social change.

Abgeschlossene Dissertationsprojekte (Auswahl)

Ivanova, Mishela:
"Umgang mit Rassismus und Diskriminierung – Strategien von in Österreich lebenden Migrantinnen und Migranten und deren Implikationen für die pädagogische und psychosoziale Praxis"

Abgeschlossen: 2016

Kurzbeschreibung:

Das breite Spektrum pädagogischer und erziehungswissenschaftlicher Auseinandersetzung mit „Migrationsanderen“ (Mecheril 2004) reicht von Problematisierung und Skandalisierung ihrer Anwesenheit und ihrer „kulturellen Andersartigkeit“, über Dokumentation ihrer marginalisierten Stellung bis zu Plädoyers für die Anerkennung ihrer Andersartigkeit oder Glorifizierung ihres Potenzials. Sofern sich die Pädagogik und die Erziehungswissenschaft MigrantInnen als rassialisierte Anderen zuwenden, werden diese meist als Opfer betrachtet. Selbst wenn ihre Subjektivität in den erziehungswissenschaftlichen Fokus gestellt wird, bleiben sie vorwiegend passive Forschungsobjekte, die im Hinblick auf die Auswirkung, die der Rassismus auf sie ausübt, analysiert werden. Es wird höchstens über ihre Leidenserfahrungen, verursacht durch die diskriminierenden Ordnungen, einseitigen Zuschreibungsmuster oder realen Unterdrückungsverhältnisse gesprochen. Migrant _innen sind jedoch nicht nur unterworfene Subjekte, sondern konstituieren sich selbst und entwickeln trotz Ungleichheit und Unterordnung individuelle Selbstverständnisse und Strategien mit denen sie Ungleichheit und Unterordnung begegnen. Eine Migrationspädagogik, welche Relevanz und kritische Aussagekraft für sich beansprucht, sollte folglich nicht nur die realen Unterdrückungsverhältnisse, diskriminierenden Gefüge und einseitigen Zuschreibungsmuster wahrnehmen, sondern ist auch darauf angewiesen, subjektive Umgangsformen mit rassistischen Zuschreibungen, Ungleichheit, Unterdrückung und Ausbeutung, die sich nicht auf bloßes „Leiden“ reduzieren lassen, zu erkennen (vgl. Leiprecht/ Lutz 2009, S. 194 ff.).

Leave a Comment

(0 Comments)

Your email address will not be published. Required fields are marked *